Lesung

 

Kurze Geschichten zum Mitfühlen und Nachdenken

 von Melina Barbara Hilger

 


               AMittwoch, 21. Februar 2018 um 15:40 Uhr findet wieder

eine Autorenlesung in der Akademie für Ältere (Bergheimerstr. 76 Raum E06) statt.

Jedoch ist sie nicht nur für Ältere gedacht - auch jüngere Interessierte sind ganz herzlich eingeladen.                                                                       

            Die Autorin Melina Barbara Hilger schreibt Kurzgeschichten in einer sehr bilder-reichen Sprache.

Meist geht es darin um Mitgefühl, denn das hat diese Welt wahrhaftig nötig. Die kleinen Geschichten

regen in vielfältiger Weise an und gehen in Resonanz mit eigenen inneren Bildern.

 

Lassen Sie sich ein - und Sie werden es fühlen: Ihre Haare werden sich vielleicht aufstellen, oder es

wird Ihnen vielleicht wohlig den Rücken hinab rieseln. Vielleicht bekommen Sie wässrige Augen aus

Betroffenheit oder oder Mitgefühl. Möglicherweise lachen Sie auch hell heraus. Auf jeden Fall werden

Sie etwas fühlen sobald Sie in die Geschichten eintauchen.

 

Auch diesmal wird Vera Würmell in den Pausen - zwischen den Geschichten - uns wieder mit ihrer

Gitarre und ihrer Stimme musikalisch begleiten.

 

Ebenso wird auch wieder, wie in der letzten Lesung Zeit und Raum sein, ums ich über die angestoßenen

Inhalte auszutauschen.

 

 Ich freu mich auf Sie!

 

 

 


Jetzt wird es aber wieder mal Zeit, dass ich hier was Neues reinschreibe. Sovieles ist passiert. Wie Ihr sehen könnt habe ich einige kleine e-books veröffentlicht . Sie bestehen manchmal nur aus einer Erzählung oder zwei, manchmal auch 3 Kurzgeschichten, deshalb auch nur für 99 Cent. Es sind Geschichten für zwischendurch, sowohl für Kinder als auch für die Großen.

Das Kinderbuch hat sich sozusagen vermehrt und ist erweitert und besteht nun aus 2 Bänden.

Der Sommer hat sich nun aus dem  Staub gemacht und die dunkle Jahreszeit hat mich wieder animiert, Buntes per Geschichten zu schaffen und Menschen damit zu erfreuen.

So werde ich im Februar wieder eine Lesung in der Akademie für Ältere halten und werde rechtzeitig hier Bescheid geben.

Ansonsten versuche ich den Spagat zu gut zu leben, den mir meine Ehrenämter und das Leben samt meiner vielfältigen Interessen so bietet. 


Mano, wie die Zeit vergeht. Sommer!

Die Lesung war echt spitze, trotz schönen Wetters viele aufmerksame Besucher. Labe mich immer noch an der Erinnerung. Das schönste Kompliment, das ich bekam:

"Es war eine so liebevolle Atmosphäre!"

Jetzt, bin ich schon wieder daran (sofern mir mit dem Garten und den vielen anderen Interessen Zeit bleibt) neue Geschichten in e-books Versionen zu veröffentlichen. Geschichten, die schon lange auf Veröffentlichung warten.

Es geht weiter, immer weiter mit dem Geschichtenschreiben - solange ich noch lebe, solange werde ich noch schreiben. "Ich schreibe - also lebe ich"!

 


Es ist Frühling!

Die Katzen wachen auf und ich auch.

Endlich und es wird Zeit, dass ich wieder Lesungen halte. Die nächste Lesung ist am 17. Mai 2017 und zwar um 16.30 Uhr in der Akademie für Ältere.

Diesmal ist das Thema: Metapher- und Impulsgeschichten:

 

unter dem Stichwort: Autorenlesung.

 


 

Lesung „Metapher Geschichten und Impulsgeschichten“

 

Am Mittwoch,17. Mai 2017 um 15.30 Uhr findet wieder eine Autorenlesung in der Akademie statt.

 

Diesmal liest Ihnen Frau Barbara Melina Hilger aus einem ihrer Bücher vor:

 

Die Angst des Apfels vor dem Fall“ -

 

Metapher- und Impulsgeschichten

 


Ungewöhnliche Perspektiven und überraschende Lösungen zeichnen diese sehr unterschiedlichen, facettenreichen Erzählungen aus, die mit feinem Beobachtungsvermögen, mit Herzenswärme, Ernsthaftigkeit und immer auch wieder mit Humor geschrieben sind. Sie berühren, machen nachdenklich, rütteln auf und lassen oft auch noch eine andere, mystische und weisere Wirklichkeit durchscheinen. Sie wirken nicht zuletzt mit der Kraft von Metaphern. Kernthema ist das Fühlen, das Sich-einfühlen – (wie in allen Geschichten von Frau Hilger), und eben auch das in dieser Welt so notwendige, verbindende Mitgefühl mit allem, was ist.

 

Ich wünsche Ihnen viel Freude und neue Erfahrungen mit diesen Geschichten.

 

Zwischen den einzelnen Geschichten wird sie Frau Vera Würmell mit Gitarrenspiel begleiten.

 

Gerne können auch Eindrücke und Gedanken über die Inhalte ausgetauscht werden.

 


Hier ein Bild von meinem wunderschönen Blauregen aus meinem Garten.

Foto von Mai 2018


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lesung am 17. März 2016

 

Im Seniorenzentrum HD-Bergheim werde ich nun wieder eine Lesung halten. Links steht der Text dazu.

Aber natürlich können da auch junge oder jüngere interessierte Hörer dazukommen.

 

Meine Geschichten sind für jedes Alter (von 12 bis 112) geeignet, man braucht dazu nur Ohren und eine offene Seele.

 

Kirchstr. 16 (geht von der Bergheimer Straße ab und ist ganz in der Nähe von der Volkshochschule)

 

Ich freue mich Sie zu sehen!


Die Lesung am 17.3.16 im Senioren-Zentrum hat mir viel Freude gemacht. Trotz des schönen Wetters waren doch einige Interessierte gekommen. Wie immer machte es mir große Freude die Reaktionen auf meine Geschichten mitzubekommen. Die Gespräche nach den jeweiligen Kurzgeschichten waren sehr interessant und lebhaft. Offensichtlich war die Auswahl richtig gewesen. 

 

Ganze zweieinhalb Stunden ging die Lesung, mit Diskussion und Musik. Die Zeit schien wie im Fluge zu vergehen.

 

Das dortige Publikum war sehr aufmerksam und ich glaube meine Geschichten haben sie in der Tiefe erreicht.

Die musikalische Begleitung von Vera und Rose waren ein großartiges Zubrot. Am Schlußlied beteiligten sich die Zuhören mit Summen und Mitsingen. Das Lied: "Ein schöner Tag" kannten die meisten offensichtlich. Es war für uns alle ein schöner Tag!

 


Fast ist der Winter vorbei - wir freuen uns auf den Frühling, auf Sonne und Garten und lange Spaziergänge.

 

Nun, sind die meisten der seit 6 Jahren geschriebenen Geschichten in den Büchern zu finden. Das nächste Buch ist bereits auf dem Weg.

Es ist ein Buch über eine Frau, die meine Halb-Schwester ist und die ich bis zu meinem 25sten Lebensjahr nicht kannte, nicht einmal wußte, dass es sie gibt.

 

Und diese Geschichten entstanden in der Begegnung mit ihr und all den Schrecklichkeiten, die sie in jungen Jahren erlebt hatte. Es sind Rückblicksmomentaufnahmen, die beim Kennenlernen so von mir reflektiert wurden.

 

Diese Begegnung hat mich tief bewegt und nachhaltig beeinflusst.


 

 

 

 

Hier wäre ich jetzt gerne wieder.....dort würde ich schöne, spannende Geschichten schreiben können.....mit diesem Ausblick würden es wundervolle Geschichten werden.....

 

 

Aber noch haben wir Dezember :(

 

Bild oben: Andalusien - aufgenommen aus meinem Urlaub April 2013


 

Frankfurter Buchmesse 2015

 

Das war wirklich sehr beeindruckend. Wir waren noch nie auf einer Buchmesse und nun steht da sogar mein eigenes Buch da im Rondell am BODVerlagsstand. Ein bisschen stolz ist man da schon.

 

Es wird einem ganz schwindelig vor den Massen an Büchern und Ständen. Ein Postkartenstand  mit hunderten Karikatur- und Comix-Karten hat mich für mehr als eine Stunde in Bann gezogen.

 

Die Kalender-"Straße" mit unglaublich vielen farbenfrohen, weisheitssprüchenbedruckten und wundervollen Fotografien hat mich richtig geflasht.

 

Andere Autoren kennen zu lernen war ein schönes Erlebnis.


 

Auf diesem Fest waren wir und es war ein unglaubliches Erlebnis.

Am 25. Sept. sind wir von Märchenzelt zu Märchenzelt gegangen und lauschten den Erzählern - atemlos -.

Es hat mich so sehr begeistert, dass ich mich entschlossen habe beim nächsten Erzählfest teilzunehmen - mit meinen eigenen Metapher-Geschichten.

 

Das wird toll! Aber leider ist das nur alle 2 Jahre.


Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte

 

Frau Ella und die Weihnachtszeit

 

Heute sah Ella wieder eine junge Frau, die gerade die öffentlichen Mülleimer auf dem Marktplatz nach Dosen und Flaschen durchsuchte. Das war ungewöhnlich meist waren es junge Männer, Obdachlose und ältere Frauen, die sich auf diese Weise etwas Kleingeld verdienen wollten, um sich über Wasser zu halten.

Ella beobachtete auch schon länger, dass sich im Häuschen an der Bushaltestelle auch immer mehr Männer versammelten, die offensichtlich obdachlos waren.

Ella betrachtete die Weihnachtsdekoration in den Schaufenstern und an den Kaufhauswänden. Ein Lichtermeer voll glitzernder, bunter Lichter. Der Weihnachtsmarkt hatte bereits seine Häuschen mit Leckereien, die sogenannte Fressmeile aufgebaut und aufdringliche Weihnachtsmusik tönte bis zu ihr herüber, wo sie auf den Bus wartete. Die Buslinie 62 ließ heute auf sich warten und Frau Ella in ihrem warmen Mantel, den sie zum Glück heute schon aus dem Schrank geräumt hatte, fror deshalb nicht und sie war dank-bar, denn der Wind aus dem Norden blies ihr ziemlich heftig ins Gesicht. Sie lief auf dem Gehweg hin und her, denn in ihren, noch nicht wintermäßigen Absatzschuhen wurde ihr allmählich kalt.

Wieder schaute sie verstohlen zu dem Häuschen an der Haltestelle und nahm wahr, dass einige der dort sitzenden Männern mit ihren Flaschen in der Hand keinesfalls gut gegen Wind und Kälte ausgestattet waren. Mit dem Alkohol versuchten sie sich offensichtlich von innen her zu wärmen. Wieder glitt ihr Blick zum Weihnachtsmarkt und den hellerleuchteten Schaufenstern des nahen Kaufhauses und spürte fast körperlich schmerzhaft die Diskrepanz zwischen den beiden Welten.

Sie fühlte sich beinahe schuldig, und war sie es nicht auch irgendwie? Sie war schließlich auch eine Frau, die das Wahlrecht hatte. Aber ihr war schon allmählich die Lust vergangen überhaupt noch wählen zu gehen, denn die jeweiligen Wahlredner erfüllten eigentlich nie das, was sie an Wahlversprechen abgaben, besonders dann nicht wenn sie schließlich an die Macht kamen.

Da erblickte sie interessiert ein reges Treiben hinter den Weihnachtsmarkthäuschen. Einige Menschen bauten einen länglichen Tisch auf, bestückten ihn mit Heften und Blättern, spannten ein Banner aus Stoff auf, deren Aufschrift sie von ihrem Platz aus nicht lesen konnte. Sie sah wie eine Frau mit Gitarre und eine andere mit einer Flöte sich vor dem Banner aufbauten und ein Mann stand mit einem Mikrophon da und sprach hinein.

Zu weit weg stand sie, um das Gesprochene deutlich zu verstehen, aber sie hörte Worte wie Flüchtlinge, Armut, Mindestlohn…..Dann fingen die beiden Frauen an zu musizieren, und die eine sang ein Weihnachtslied und sie konnte genau hören, dass es zwar die bekannte Melodie war, auf die die Frau mit glockenheller Stimme allerdings einen ganz anderen Text dazu sang.

Nun war Frau Ella wirklich neugierig geworden und verließ die Haltestelle um etwas mehr von dem Inhalt des „etwas anderen Weihnachtsliedes“ mit zu bekommen.

Zu der Melodie „Kommet ihr Hirten“ hörte sie folgende Strophen:

 

Kommet ihr Bürger, ihr Männer und Frau'n

Kommet das garstige Hartz 4 anzuschau`n.

Es wird erkoren, das Volk zu schoren,

für kleine Kreise in verlogener Weise.

Fürchtet Euch wohl.

 

 

Kommet ihr Bürger, ihr Männer und Frau'n.

Kommet ihre Ziele genau anzuschau'n.

Furcht soll vermeiden, dass wir vertreiben

Ausbeuter, Bankster, Kriegsgewinnler, Henker

Fürchtet Euch wohl.

Kommet ihr Bürger, ihr Männer und Frau'n.

Kommet solidarisch und mutig uns zu trau'n.

Zu entlarven die Lügen, wenn sie uns betrügen.

Laßt uns nicht entzweien, schließet die Reihen.

Fürchtet Euch nicht!

 

Ella ließ sich eine Tasse Tee an diesem Stand geben,; inzwischen war ihr wirklich ziemlich kalt geworden, und sie warf einen kleinen Geldschein als Spende in die Büchse.

Aufmerksam las sie die Schriften auf dem länglichen Tisch und setzte auf die Unterschriftenliste für die Genehmigung eines Metropoltickets für die Hartz 4 Empfänger, Niedriglöhner und Menschen mit geringer Rente, ihren Namen darunter.

Sie fand auch, dass die Bahn- und Bustickets teuer waren und die Menschen mit geringenm Einkommen wohl eher auf Fahrten verzichten mussten um zu sparen, was natürlich auch die Konsequenz hatte, dass ihr Leben dadurch weiter eingeschränkt wurde.

 

Inzwischen sprach der Mann am Mikrophon von den Flüchtlingen und von der Hetze gegen sie. Obwohl sie doch vor der IS geflohen waren, wurden sie jetzt von vielen als potentielle Täter misstrauisch betrachtet.

 

Danach stimmten die beiden Frauen wieder zwei weitere Weihnachtslieder an:

 

Es ist ein Lüg entsprungen aus einer Wurzel hart.

Wie uns schon Marx gesungen, gewinnen die einen Macht………..

 

Stille Nacht, traurige Nacht

Überfluss unter manchem Dach

Wohlstand und Luxus als Recht betracht'

Arme,Ausgegrenzte als faul verlacht.

Ausgeblendet – wie bequem

das Profit und Ausbeutersystem.

 

Stille Nacht, traurige Nacht,

hast du Brot mitgebracht,

fragen griechische Kinderlein -

seufzend spricht der Vater“: Nein

Bin ich doch arbeitslos -

Dank Troika arbeitslos.“

 

Es folgten noch viele Strophen und derartige Weihnachtslieder.

 

Schließlich saß sie dann verspätet im Bus – sehr nachdenklich und fast ein wenig beschämt.

Eigentlich wollte sie noch am großen Kaufhaus aussteigen und sich nach Weihnachtsgeschenken für ihren Mann und die Enkelkinder umschauen;aber ließ es, weil ihr Herz sich ganz schwer anfühlte. Sie beobachtete die Mitfahrer im Bus, die vollbepackt mit Plastiktüten mit ihr fuhren und sie dachte an ihre Enkelkinder und fragte sich, in welcher ungerechten Welt sie heranwachsen würden und sie beschloss ihnen statt vieler Geschenke unter den Weihnachtsbaum – lieber das Buch zu legen, das sie vor kurzem beeindruckt hatte. Es war ein Kinderbuch, das zum Thema die Werte in unserer Gesellschaft hatte, ein Mitgefühl- und Einfühlbuch; ein Buch das sehr kindgerecht aufbereitet war und sich dafür eignete über wichtige Themen mit Kindern ins Gespräch zu kommen. Das würde sie gemeinsam mit ihren Enkelkindern lesen und mit ihnen über die Inhalte reden.